Neuer Abschnitt.

Heute war ein seltsamer Tag. Oder er ist es immer noch. Vielleicht liegt es daran, dass ich noch ziemlich übermüdet vom Wochenende bin (ich war beim Dockville Festival in HH), wie meine Mutter es vermutet, oder ob es das Treffen gestern mit einer Freundin war. Oder einfach nur der ewiger Strom wirrer Gedanken in meinem Kopf, der einfach nicht abreißen will.

Aber ich habe festgestellt, dass ich irgendwie momentan in einem Loch festsitze und das Gefühl habe, nicht von allein herauszugelangen. Ich habe einfach keinen Halt - die Schule ist vorbei und bis mein Jura-Studium anfängt dauert es noch 2 Monate. Das ist eigentlich keine Lange Zeit. Die letzten 6 Wochen sind auch wie im Flug vergangen und der nordische Sommer neigt sich bereits dem Ende zu. Trotzdem macht mir die Vorstellung Angst weitere acht Wochen in diesem Ohnmachtszustand zu verbringen - Nein, verbringen zu müssen, weil ich selbst nicht stark genug bin, um mich zu motivieren.

Jemand hat mal gesagt, zeig mir deine Freunde und ich sag Dir wer du bist. Ich schreibe es um und behaupte: Zeig mir dein Zimmer und ich sag dir, wie du dich fühlst. Es geht nicht darum, ob man alles geordnet haben will oder immer Chaos herrscht. Das sagt natürlich auch etwas aus. Aber was ich meine ist, dass etwas nicht stimmen kann, wenn du immer oder meistens ordentlich bist und dein Zimmer plötzlich einem Weltkrieg in Miniaturformat ähnlich sieht.

So ist es bei mir. Ich bin derart unmotiviert zumindest meinen Müll rauszubringen, dass es heute schon ein richtiger Berg war. Ich bin nur froh, dass nicht Lebendes herauskroch oder nach Schwefel stank.

Wie dem auch sei. Ich möchte etwas neues beginnen. Ich habe zwei neue Nebenjobs in Aussicht, was mich schon mal sehr erleichtert.
Aber ich muss einfach zusehen, wieder ein normaler Mensch zu werden und keine leere fressende und herumkriechende Made.
Das macht mich nicht glücklich und wird mir früher oder später auf den Magen schlagen. Und das ist meine größte Angst. Wie in den MS Schlund gesogen zu werden.

Ich muss nach vorne blicken und endlich aufhören nur zu vegetieren. Vielleicht sollte ich etwas lesen, das mir hilft.
Gott sei Dank hatte ich sowieso vor heute in die Bücherhalle zu fahren. Ich muss von zuhause raus, obwohl ich eigentlich in Gammellaune bin. ABER:

Stagnation ist der Tod. Und NOCH bin ich nicht bereit zu sterben. Obwohl es sich ab und zu so anfühlt, als hätte ich mein Leben bereits verwirkt und meine Zeit läuft langsam ab. Hoffentlich ist das nur ein Streich meiner Sinne, denn das Leben kann schneller um sein als man denkt.
Und das weiß ich nicht erst seit Grey's Anatomy.

 

Cheers auf einen neuen Lebensabschnitt

19.8.08 16:05
 


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