Das Zusammenleben

Manchmal ist das WG Dasein doch wirklich zum Kotzen. Eigentlich mag ich es sehr und genieße das Zusammenleben in vollen Zügen, aber ab und an möchte ich meinen Mitbewohner lediglch erwürgen. Nimm Dir 'nen Strick schreit es in meinem Inneren, aber äußerlich bin ich nur genervt und lass ihn dann seinen Scheiß alleine machen.

 Folgende Situation trat eben auf: Unser Internet funktionierte nicht und ich schlug vor, dass wir die Buchse resetten könnten. Erstmal nur: Das funktioniert sowieso nicht und an die Buchse kommen wie ohnehin nicht drann. bla bla bla.

Ich machte mich trotzdem auf die Suche und wir fanden sie (nach fünf Sekunden suchen) und wir schauten sie uns an. Ich wollte sie ein bisschen rausziehen, doch er keift mich an, er schaue jetzt.

Mein einziger Kommentar: "Wenn du es alleine kannst, bitte.." Ich weiß, dass es kindisch ist und unnötig sich aufzuregen, aber in solchen Situationen möchte ich ihn einfach an die Wand klatschen. VERDAMMT NOCH MAL! Ich hasse einfach dieses Kluggescheiße. Als wäre das seine Idee gewesen und nur er wäre zu allem in der Lage. Dieses Pascha-Gehabe ist weder angemessen, noch berechtigt.
Aber ich habe auch keine Lust ihn darauf anzusprechen, weil er es 0hnehin mit seiner Pseudo-Eloquenz "abschmettern" würde. Nein danke, dazu habe ich nun wirklich keine Muße.

....

 

Okay... der Ehestreit ist vorbei... Sobald der abfällige Kommentar über Kelly Osbournes angebliche Schlack-Mach-Pillen in einer TV-Werbung kam und unser Uni-Sono-Kommentar wie folgt lautete: "Besser so, als mutierte sie wieder zu einem hässlichen, dicken Emo-Kind..." konnte ich einfach nicht mehr schmollen.

 Das nächste Mal kommt er mir nicht so glimlich davon.

So... jetzt muss ich erstmal überlegen, was ich mit diesem Blog anstelle. Nur über meinen allerliebsten Mitbewohner zu lästern erschiene mir nicht richtig.

Wahrscheinlich eine Mischung aus: Mode - Leben - das habe ich heute zum Frühstück gegessen - nicht wirklich innovativ, aber vllt. wird es doch ein paar interessieren.

Man darf gespannt sein.

Also, bis bald.
Lala

6.2.09 21:47


Neuer Abschnitt.

Heute war ein seltsamer Tag. Oder er ist es immer noch. Vielleicht liegt es daran, dass ich noch ziemlich übermüdet vom Wochenende bin (ich war beim Dockville Festival in HH), wie meine Mutter es vermutet, oder ob es das Treffen gestern mit einer Freundin war. Oder einfach nur der ewiger Strom wirrer Gedanken in meinem Kopf, der einfach nicht abreißen will.

Aber ich habe festgestellt, dass ich irgendwie momentan in einem Loch festsitze und das Gefühl habe, nicht von allein herauszugelangen. Ich habe einfach keinen Halt - die Schule ist vorbei und bis mein Jura-Studium anfängt dauert es noch 2 Monate. Das ist eigentlich keine Lange Zeit. Die letzten 6 Wochen sind auch wie im Flug vergangen und der nordische Sommer neigt sich bereits dem Ende zu. Trotzdem macht mir die Vorstellung Angst weitere acht Wochen in diesem Ohnmachtszustand zu verbringen - Nein, verbringen zu müssen, weil ich selbst nicht stark genug bin, um mich zu motivieren.

Jemand hat mal gesagt, zeig mir deine Freunde und ich sag Dir wer du bist. Ich schreibe es um und behaupte: Zeig mir dein Zimmer und ich sag dir, wie du dich fühlst. Es geht nicht darum, ob man alles geordnet haben will oder immer Chaos herrscht. Das sagt natürlich auch etwas aus. Aber was ich meine ist, dass etwas nicht stimmen kann, wenn du immer oder meistens ordentlich bist und dein Zimmer plötzlich einem Weltkrieg in Miniaturformat ähnlich sieht.

So ist es bei mir. Ich bin derart unmotiviert zumindest meinen Müll rauszubringen, dass es heute schon ein richtiger Berg war. Ich bin nur froh, dass nicht Lebendes herauskroch oder nach Schwefel stank.

Wie dem auch sei. Ich möchte etwas neues beginnen. Ich habe zwei neue Nebenjobs in Aussicht, was mich schon mal sehr erleichtert.
Aber ich muss einfach zusehen, wieder ein normaler Mensch zu werden und keine leere fressende und herumkriechende Made.
Das macht mich nicht glücklich und wird mir früher oder später auf den Magen schlagen. Und das ist meine größte Angst. Wie in den MS Schlund gesogen zu werden.

Ich muss nach vorne blicken und endlich aufhören nur zu vegetieren. Vielleicht sollte ich etwas lesen, das mir hilft.
Gott sei Dank hatte ich sowieso vor heute in die Bücherhalle zu fahren. Ich muss von zuhause raus, obwohl ich eigentlich in Gammellaune bin. ABER:

Stagnation ist der Tod. Und NOCH bin ich nicht bereit zu sterben. Obwohl es sich ab und zu so anfühlt, als hätte ich mein Leben bereits verwirkt und meine Zeit läuft langsam ab. Hoffentlich ist das nur ein Streich meiner Sinne, denn das Leben kann schneller um sein als man denkt.
Und das weiß ich nicht erst seit Grey's Anatomy.

 

Cheers auf einen neuen Lebensabschnitt

19.8.08 16:05




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